Über unseren Lebens(t)raum

Namasté lieber Freund


Yoga wird in 8 Pfade unterteilt (Ashtanga). Die ersten beiden Pfade heissen Yamas (der Umgang mit der Umwelt) und Niyamas (der Umgang mit sich selbst). Behalte diese beiden Pfade im Hinterkopf. Sie haben mit der Hauptbotschaft dieses Newsletters zu tun.


Mit dem 22. September 2020 starten wir dieses Jahr in den kalendarischen Herbst. Jede Jahreszeit hat ihren Charme, aber der Herbst ist für mich eine besonders wundervolle Zeit. Besinnung, bunte Farben, Rückzug von den Sommeraktionen, Waldspaziergänge, Maronen, angenehme Temperaturen und so weiter... Und mehr und mehr fallen die Blätter von den Bäumen und dekorieren in verschiedenen Farben unsere (Zürcher-)Strassen. Ich liebe es über dieses knisternde Laub zu laufen, das mir die Sicht auf den zubetonierten Boden verhindert. :-). Auch die Ernte von Früchten kann nun stattfinden. Äpfel, Maronen, Quitten... Die Zeit dafür ist reif. Und was kommt nach der Ernte? Genau, Neues kann wieder wachsen. Es ist ein ganzheitlicher und vor allem sinnvoller Kreislauf, der sich von Jahr zu Jahr wiederholt... Es gibt Völker auf unserem Planeten, die nach diesem Kreislauf leben und somit für ein natürliches Gleichgewicht sorgen - ohne unserem Planeten zu schaden. Aber wie sieht es bei uns aus? In unserer Realität scheint es fast so, als gäbe es Unmengen an natürlichen Ressourcen. Ich werfe nun ein paar Stichwörter in die Runde: Abfall, CO2, Energiebranche, Fisch- und Fleischkonsum, Klima, Konsumgesellschaft, Ölbranche, Palmöl, Textilindustrie etc.. Was geht Dir nun durch den Kopf? Freust Du Dich auf das Jahr 2040? Was denkst Du - wie sieht unsere Welt dann aus? Und wie hoch ist dann (noch) unsere Lebensqualität? Dieser Newsletter widme ich dem Bewusstsein bezüglich unserem Lebensstil. Es geht mir nicht darum mit dem Finger auf gewisse Menschen zu zeigen. Nobody is perfect (mich eingeschlossen). Aber ein Anstoss für mehr Bewusstheit in diesem Zusammenhang kann echt nicht schaden. :-).

Kreislauf (geschrieben von Julian Sommer, beschäftigt sich beruflich mit dieser Thematik - herzlichen Dank für Deinen wertvollen Beitrag)

Und wo wir gerade bei Kreisläufen sind, die ja darauf hindeuten, dass wir von Systemen umgeben sind, bei denen alles miteinander verbunden ist, ob das nun das Universum mit seinen Umlaufsystemen ist, der Mensch mit seinen Gefässystemen oder die Natur mit ihren Kreislaufprozessen. Bei den grossen Problemen unserer Zeit, haben wir es mit nicht mehr richtig funktionieren Kreislaufprozessen zu tun, die durch uns Menschen an diesen Punkt gebracht wurden. Ob es sich nun um den CO2 Kreislauf, den Nitratkreislauf, den Phosphatkreislauf oder den Materialverlauf handelt, der noch nie ein Kreislauf war aber einer werden muss - vom Konsumieren und Wegwerfen zum Nutzen und Recyclen - zeigt uns bei all diesen Herausforderungen die Natur den Weg auf. CO2, Methan, Nitrat, Phosphat, müssen wieder in einen Kreislauf gebracht werden, in der richtigen Konzentration an die richtigen Stellen, also das CO2 in den Boden und die Natur, denn keines der Elemente in der Natur ist an sich ein "Problem" oder "der Feind", sondern unser Umgang bzw. unser Systemdesign darum herum. Alle unsere Krisen hängen letztendlich zusammen und führen uns letztlich immer wieder zu uns, zeigen uns den Spiegel, fragen uns wer wir sind, was es heisst Mensch zu sein, welchen Wert wir dem "Leben" geben, also nicht nur unserem Leben, sondern allem Leben, allen Lebewesen. Denn an der Biodiversitätskrise, zeigt sich, dass wir unser Bewusstsein für den Wert des Lebens und die Bedeutung aller Lebewesen für unsere menschliche Existenz nicht weit genug entwickelt haben. Wir sollten uns das immer wieder klar machen und unsere Bewusstsein dahingehend entwickeln, dass wir die einfachen Zusammenhänge verinnerlichen, ja uns automatisch daran stören, wenn an irgendeiner Stelle der Wert des Lebens nicht berücksichtigt, nicht respektiert wird. Ohne Biodiversität, brechen unsere Versorgungsketten zusammen und wir bekommen eine Ernährungskrise. Denn ohne Würmer und Mikroorganismen gibt es keine fruchtbaren Böden, ohne Bienen blüht nichts, ja gibt es keinen Frühling, mit dem Wegfall einzelner Arten, kommen ganze Ökosysteme aus dem Gleichgewicht, wie man an der Bedeutung von Wölfen für ein gesundes Flusssystem sehen kann. Manche Akteure in unserer Wirtschaft, versuchen den Wert der Natur und aller Lebewesen zu quantifizieren, in dem man einberechnet, wie viele Ecosystem Services wir quasi gratis von der lebenden Natur bekommen, und errechnen so wie das WEF mit Partnern, sehr grosse Zahlen. In wieweit man dies berechnen kann, sei mal dahingestellt, man kann sich auch an dem durch Sea Shepherd auf die globale Agenda gebrachten Beispiel der Wale klar machen, wie wichtig einzelne Lebewesen für das Gesamtsystem sind. Je mehr man sich mit diesen Themen befasst, umso mehr wird einem klar, dass es eine Selbstkrise, also eine Krise des Selbst, ist. Wir haben uns zu sehr von unserem wahren Selbst entfernt und befinden uns nun in einem Kampf (... wir gegen uns).


Unser Lebens(t)raum - was Du sofort tun kannst

Mit Dir als Einzelperson startet ein nachhaltiger Prozess, der unsere Welt wieder mehr ins Gleichgewicht bringt. Unsere Umwelt geht uns alle etwas an - Yamas (der Umgang mit der Umwelt) und Niyamas (der Umgang mit sich selbst) - das ist Yoga. Deshalb hier ein paar Massnahmen, die Du sofort umsetzen kannst:

  • Lokal & saisonal einkaufen (... wer braucht schon Gojibeeren wenn man Heidelbeeren mit besseren Nährwerten kaufen kann?)

  • Wenn möglich Gemüse/Früchte selber anpflanzen und ernten oder Bioprodukte kaufen

  • Bei Einkäufen auf Herkunft der Produkte achten (Qualitätslabel, die in diese Richtung gehen...)

  • Nur einkaufen, was man braucht (gilt für Lebensmittel, Kleidung und Sonstiges)

  • Fisch- und Fleischkonsum reduzieren (am richtigen Ort einkaufen)

  • Abfall reduzieren, trennen und korrekt entsorgen (z. B. Kompost)

  • Im Supermarkt eigene Gefässe oder Tragtaschen mitnehmen

  • Homeoffice

  • Öfters zu Fuss gehen oder mit dem Fahrrad fahren (ist auch noch gesund)

  • ÖV vor Auto benutzen

  • Fernreisen oder Geschäftstermine achtsam planen (... ein Weekend-Party-Trip nach Bangkok? Eher nicht!)

  • Den Bekannten- und Freundeskreis auf Masslosigkeit, Umweltverschmutzung etc. freundlich aufmerksam machen

  • Die Kinder entsprechend mit einbeziehen

  • Pensionskassen oder Banken fragen wo ihr Geld investiert wird (... eventuell gibt es MakeMyMoneyMatter auch bald in der Schweiz)

  • Aktien bei nachhaltigen Unternehmen kaufen (Achtung bei Fonds)

  • Petitionen unterschreiben

  • Präsenz und politisches Engagement auf der Strasse zeigen (z. B. diesen Freitag)

  • NGO's unterstützen (... ich habe unten ein paar Favoriten von mir unten aufgelistet!)

Eine natürliche Umarmung

Manon


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