Über Stress und Yin Yoga

Namasté


Hast Du Dich schon einmal mit Stress auseinandergesetzt? Was bedeutet Stress für Dich? Welche Situationen kommen Dir dazu in den Sinn? Und hast Du eine persönliche Stressminimierungsstrategie?


Stress

Vor ein paar Wochen war ich an einem lehrreichen StressFit-Seminar (Universität Zürich). Ich lernte definitiv Neues dazu und verband damit vorhandenes Wissen aus der Coaching- und Yogalehre. Trotzdem stellte ich fest, dass wir uns viel zu wenig mit dieser Thematik und den möglichen Konsequenzen auseinandersetzen. Da ich mich gerne kurz halte, fasse ich in folgenden Punkten die Learnings in eigenen Sätzen zusammen:

  • Stress ist ein individuelles Thema. Beispiel: Für den einen Menschen ist Streit anregend, für den Anderen führt Streit zu einem emotionalen Stress. Je nach Vorgeschichte.

  • Stress kann in zwei Arten unterteilt werden. Stress in alltäglichen Situationen (Zug verpassen, viel Arbeit) oder Stress bezüglich tiefgreifenden Themen (Kindheitserfahrung, Trauma - ausgelöst durch einen Trigger im Alltag).

  • Stress schüttet Hormone aus (sogenannte Stresshormone), die Psyche und Körper beeinträchtigen. Diese Hormone heissen Adrenalin und Kortisol. Welches Hormon wird in welcher Situation ausgeschüttet?

  • Adrenalin wird kurzfristig ausgeschüttet (plötzlich, Schreck, Puls schlägt höher, fight or flight). Beispiel: Du befindest Dich ganz verträumt und in Gedanken schwelgend auf einem schönen Spazierweg, bemerkst Blumen und wunderschöne Bäume - und auf einmal springt ein nackter Mann hinter dem Baum hervor und schreit NAMASTÉ. :-). Überrascht? So wie ich mich kenne, wäre ich es gewesen.

  • Kortisol ist eher langfristiger Natur und kann nach 15 Minuten im Speichel nachgewiesen werden. Beispiel: Ein Mitarbeitender einer Investmentfirma hat die unbewusste Auffassung, dass man nur wertvoll ist, wenn man äussere Leistungen erbringt. Dieser Glaubenssatz eignete er sich in der Kindheit an (Überlebensstrategie), da ihm sein Vater nur so Anerkennung und "Liebe" zeigen konnte. Der Mitarbeitende arbeitet also Tage, Wochen, Monate täglich 12 Stunden (oft auch am Wochenende), damit er seinem Chef die besten Zahlen liefern und Lob einholen kann. Mehr und mehr machen sich körperliche und psychische Symptome bemerkbar (unser Körper ist sehr schlau und warnt uns - achte auf solche Signale). Der Mitarbeitende schläft schlecht, es entstehen Krankheiten, die Geduld mit der Umwelt flacht ab, soziale Kontakte leiden etc.. Doch er hört nicht auf diese Zeichen und greift zu Alkohol und/oder Kokain, damit er diese "Wehwehchen" ausblenden/kompensieren kann. Er ist bereits ausgebrannt und trotzdem macht er weiter - so gut er noch kann - mit Augenringen... Und eines Tages fällt der Mitarbeitende vom Stuhl - Herzinfarkt. Dies mit nur 42 Jahren. Ein trauriges, aber nicht seltenes Beispiel. Aber nun ist auch nachvollziehbar, dass eine Kortisolausschüttung nicht zu den gesundheitsfördernden Massnahmen gehört.

  • Man ist Stress nicht ausgeliefert. Eine Auseinandersetzung mit der eigenen Stressgeschichte/-situation (Selbstreflexion) ist ein guter Einstieg in die Eigenprävention (*).

  • Jeder Erdenbewohner hat Stress. Mehr oder weniger. Stress gehört zu unserem Dasein. Darum ist es wichtig, dass man im Alltag "Inseln der Erholung" findet. Diese können ein langer Spaziergang während der Mittagspause sein (schickt einfach schnell einen Kollegen vor, der prüft, dass kein nackter Mann hinter dem Baum auf Dich wartet), eine Yogalektion nach dem Feierabend (Yin Yoga eignet sich sehr gut - mehr dazu unten) oder ein lustiger Spieleabend mit der Familie oder den Freunden.

  • Oxitocin ist ein "Gegenhormon" und wirkt Stress entgegen. Neugeborene würden ohne dieses Kuschelhormon sterben (plötzlicher Kindstod). Also kuschelt um Euer wunderbares Leben. Umarmt Euch. Oops - dürfen wir ja noch nicht. COVID-19 sei Dank. Aber haltet den sozialen Kontakt aufrecht. Der Mensch ist nicht zum Alleinsein geboren. Und ich spreche hier nicht von Gruppensexeskapaden. Ein netter Mensch in Deinem Umfeld reicht, um die Lebensqualität zu bereichern.

Ich hoffe ich konnte Dir das Thema Stress ein wenig näher bringen. Du bist herzlich dazu eingeladen, die oben gestellten Fragen für Dich zu beantworten (Selbstreflexion). Wenn Du Dich tiefer damit auseinandersetzen möchtest, kannst Du jederzeit auf mich zukommen.

Vermutlich hast Du schon oft gehört, dass Yoga in vielerlei Hinsicht zu einer ausgeglichenen Work-Life-Balance beiträgt. Dennoch möchte ich nochmals betonen, dass eine regelmässige Auseinandersetzung und Praxis körperlich wie auch geistig resilienter macht. Dies kann ich mit meiner 10-jährigen Eigenerfahrung klar bezeugen. Ohne Yoga wäre ich ein Schluck Wasser. ;-). Aber welcher Yogastil eignet sich nun besonders, wenn man (nachhaltigen) Stress bewältigen möchte (*)? Grundsätzlich kann jeder Yogastil praktiziert werden, denn Yoga tut immer gut. Aber es gibt einen Yogastil, der sich meiner Meinung nach besonders eignet...

Yin Yoga

Und warum? Unser Alltag wird durch Aktivität geprägt. Wir sind meistens mit dem Tun beschäftigt. Aber wann widmen wir uns dem Sein? Aus Ausgleich zum Tun kann ich Dir Yin Yoga wärmstens empfehlen, da es sich hier um einen passiven Yogastil handelt, der Dich dabei unterstützt zu empfangen/zuzulassen. Durch die langanhaltenden liegenden und sitzenden Dehnungen werden verklebte/verspannte Faszien/Muskeln entspannt und langgezogen, was ein Reinigungsprozess anstösst und innerliches sowie äusserliches Wohlbefinden erzeugt. Schwere Beine werden leichter, Anspannungen aufgelöst. Und das Nervensystem beruhigt sich. Es gibt noch zahlreiche weitere Vorteile im Zusammenhang mit dem Yin Yoga. Ich schlage vor, Du probierst es einmal aus... Zum Beispiel am Dienstagabend um 18:30 Uhr (online).


Ich freue mich jedenfalls sehr auf den Herbstbeginn. Mit dem meteorologischen Herbstanfang am 1. September 2020 finden auch wieder regelmässige (wöchentliche) Yin Onlineyogaklassen statt. Jeden Dienstagabend um 18:30 Uhr. Eine Anmeldung (online) ist erforderlich, damit der ZOOM-Link versandt werden kann. Eine Einzellektion kostet CHF 15.-. Ein Abonnement Onlineyoga (10 Lektionen) CHF 125.-. Besitzer eines Abonnements für physische Yogaklassen in Zürich können während der Laufzeit kostenlos an den Yin Onlineyogaklassen teilnehmen.

Fragen? Melde Dich jederzeit bei mir. Ich freue mich sehr.

Eine herzliche (virtuelle) Umarmung!

Manon

* GEHT ES DIR WIE DEM MITARBEITENDEN DER INVESTMENTFIRMA ODER KENNST DU JEMANDEN, DER SO EINEN LEBENSSTIL LEBT? DANN HOLE DIR BITTE PROFESSIONELLE UNTERSTÜTZUNG (ARZT, PSYCHOLOGE ETC.). DU ODER DEIN/E BEKANNTE/R BIST/IST WICHTIG UND EINE BEREICHERUNG FÜR DIESE WELT. TAKE CARE.


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